Eines der am häufigsten genutzten Sicherungsgeräte ist das ATC (Blackdiamond™) oder ein Pendant eines anderen Herstellers aka Tube. Ein feines, leicht zu bedienendes Gerät welches sich auch hervorragend zum Abseilen verwenden lässt.
Was ist dringend zu beachten:
- Eine Hand muss immer am Bremsseil sein. Eine Hand an dem Seilende, welches zum Kletterer führt kann im Falle von Abseilen oder Sturz nichts ausrichten da Sie sich VOR dem Sicherungsgerät welches die Bremswirkung erziehlen soll befindet.
- Beim einholen vom Seil (Vorstieg wie Toprope) sollte die 5-Schritt-Methode angewant werden. Nur dann ist immer mind. eine Hand am richtigen Seilende.
- Man sollte darauf achten, das die Hand am Bremsseil immer einen gewissen Abstand zum ATC hat. Im Falle eines Sturzes wird diese zwangsläufig in Richtung des Gerätes gezogen. So kann es passieren, dass die Hand in das Sicherungsgerät gezogen wird. Das ist Schmerzhaft und die Haut wieder aus dem Gerät zu bekommen ist schwierig, da der Kletterer ja in diesem Moment mit seinem Ganzen Gewicht im Seil hängt. Um die Haut wieder raus zu bekommen muss man aber das Seil entlasten. Und das kann schwierig sein. Hinzu kommt das man das Bremsseil reflexartig losläßt - ALSO ABSTAND ZUM GERÄT HALTEN
Es ist dringend zu empfehlen sich das Sichern von einer Person erklären zu lassen die weiß wovon Sie spricht. Viele Hallen und Kletterschulen, aber auch Universitäten und der DAV bieten qulifizierte Trainings und Kurse an. Wird das ATC oder Tube falsch angwand kann das schwerwiegende Folgen haben.
Das kann FALSCH gemacht werden:
- Die Hand am Bremsseil wird wie beim HMS über dem Sicherungsgerät gehalten. Die Bremswirkung wird jedoch erzielt in dem man das Bremsseil nach unten zieht. Nur dann entsteht Reibung.
- Der Daumen der Bremshand zeigt in Richtung Boden (Buchhalterhaltung). Dies machen vor allem Umsteiger von HMS zum TUBE falsch. So wird die Beweglichkeit des Armes und der Hand eingeschränkt und ein Sturz kann nicht gehalten werden.
- Die Bremshand wird zu nahe am Sicherungsgerät gehalten und wird beim Sturz in den Tube gezogen. Die Haut wird zwischen Tube und Seil eingeklemmt und neben der Tatsache das dies extrem schmerzhaft ist, so das man reflexartig das Bremsseil losläßt, kann man seine Hand nur schwer befreien.
Vorteile des Tubes
- leicht zu bedienen
- es lässt relativ einfach ein dynamisches sichern zu
- es ist im Vergleich extrem leicht
- man kann mit 2 Seilen (Halbseil) sichern
- es lässt sich zum Abseilen verwenden
- kaum oder keine Krangelbildung des Seils
Nachteile des Tubes
- Es macht nicht automatisch "dicht" - dies kann dazu führen dass die Bremswirkung ausbleibt wenn das Bremsseil losgelassen wird
- Bei falscher Handhabung (also auch kleinen Fehlern) bleibt die Bremswirkung aus
Varianten des ATCs
ATC Sports, Jul
Dies sind Single-Rope-Sicherungsgeräte. Eigentlich nicht mehr als ein Tube in den nur ein einzelner Seilstrang gelegt werden kann und sich somit nicht zum abseilen eignet. Das Jul (Edelrid™) hat dabei die Besonderheit das es durch einen Plastikmantel geschützt wird und sich das Innenleben aus Edelstahl extrem abriebsfest präsentiert.
ATC XP
Unterscheidet sich in der Handhabung nicht vom normalen ATC oder einem anderen Tube, die Riffelung sorgt für eine erhöhte Seilreibung. Die Optik hat ihm stellenweise den Spitznamen „Schweineschnauze“ eingebracht.
REVERSO³ & ATC Guide
Die beiden Geräte sind nun wirklich etwas besonderes. Die Öffnungen sind schmaler als bei einem normalen Tube, was sie zum Topropesichern in der Halle oft umständlich macht, da sich die dickeren Seile nur mit Mühe im Gerät bewegen lassen. Dafür haben die beiden Geräte zwei „Schlaufen“ die für das Sichern eines oder meherer Nachsteiger bei Mehrseillängenrouten wichtig sind. Hierzu erfolgt an anderer Stelle mehr.
Smart, Zap-O-Mat, Click-Up
OK, die drei Geräte sehen entfernt wie ein Tube aus und funktionieren auch nach einem ähnlichen Prinzip, sind aber drei Besonderheiten die besser extra behandelt werden.